War das ein Erfolg! Die erste Schönberger Kulturnacht zeigte, wie schön und stimmungsvoll es in der Fußgängerzone und im Ortskern sein kann. Hunderte Menschen bummelten gut gelaunt durch die mit Kerzenschein illuminierten Straßen, machten Halt, wo es gerade gemütlich aussah, und wurden mit einem bunten Programm belohnt, das von Barmusik, Shantys, plattdeutschen Döntjes und Rock-Cover über Klassik-Konzerte bis hin zu Country-Rock reichte.

Schönberg. „So müsste es viel öfter“ sein – das war nicht nur einmal zu hören, wenn die Besucher durch die Fußgängerzone zogen. Jung und Alt kamen dabei voll auf ihre Kosten, die Geschäfte waren gefüllt, in Kneipen und Cafés blieb kein Platz leer. Da schunkelten die Gäste in Annas Café kräftig mit und stimmten in die Shantys ein, die die Chorsänger aus Plön anstimmten. Gleich nebenan im Bistro Deel waren die Plätze restlos besetzt, als der Shanty-Chor von Ole Schippn Laboe seine Lieder anstimmte. Klassisch ging es in der Alten Apotheke zu. Und das Trommeln als Gemeinschaftserlebnis zelebrierten die Mitarbeiter des Jugendzentrums wie Katrin Taubner und Peter Wilhelm Vöge im Rathaus mit vielen Gästen. Zu ihnen gesellten sich auch viele der ausländischen Mitbürger, die in Schönberg bereits zum Ortsbild gehören.

 Im Kaufhaus Lindau ließ das Duo Triangel aus Brodersdorf die Besucher verweilen, der Hausherr lud zu Prosecco und Schnittchen ein. Das Schuhhaus Geschewsky wurde ebenfalls zur Bühne: Bei Pina Colada, Ohrwürmern aus fünf Jahrzehnten Musikgeschichte und plattdeutschen Schwankgedichten mit dem Duo em & em hatten die Besucher wie Petra Peschtar, Ingmar Manzke, Angelika Seils und Gaby Steffens-Fassmann ihren Spaß. Die Plätze in der Bier-Börse waren restlos besetzt – die Gruppe Landslide sorgte für Stimmung und für Erinnerungen an die Zeiten, in denen das urige Kneipenrestaurant regelmäßig Live-Musik anbot.

 „Wenn schon mal so was geboten wird, muss man auch dabei sein“, meinten die Schönberger Bernd und Inge Carstensen sowie Anja Rabe-Schollmeyer und Ehemann Günther. Auch die Geschäftsleute zeigten sich zufrieden, wie beispielsweise Tanja König, die zwei junge Nachwuchsmusiker engagiert und damit viele Neugierige in ihr Geschäft Grandios lockte.

 Mitorganisator Knut Lindau lobte die tolle Atmosphäre. „Schön, dass die Menschen das so annehmen. Bei dieser Stimmung ist klar, dass diese erste Kulturnacht nicht die letzte gewesen sein wird“, so der Vorsitzende des Gewerbevereins. Seine Idee: Alle zwei Jahre, im Wechsel mit der Gewerbeschau, könnte diese Veranstaltung zu einer Art neuem Markenzeichen für Schönberg werden.

 

Artikel von Astrid Schmidt ( aus der KN-Ostholstein 23.3.2015)